18.-19 März 2014 – 18.00 Uhr
Klub na Dejcite na Kulturata
 Konstantin Iretschek Str. 2, Ruse

Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen finden seit nunmehr 50 Jahren im Ruhrgebiet statt und zählen zu den wichtigsten Kurzfilminstitutionen weltweit. Im Rahmen der Aufführung in Ruse wird eine Auswahl aus der „International Competition 2013“ und dem Wettbewerb „Artist Film and Video 2013“ gezeigt.

18. März, 18.00 Uhr
International Competition 2013

Biography
(Schweden, 2012, 21 min., Regie: Magnus Bärtås)
Er unterschied sich von Anfang an durch seinen großen Körper und sein unkontrollierbares Lachen, ein photographisches Gedächtnis und ein Wissen, das das der Leher überstieg. Er schaffte es an die Spitze der schwedischen Sozialdemokratie, aber er hütet ein Geheimsnis.

Dad’s Stick
(Großbritannien, 2012, 5 min., Regie: John Smith)
Ein ungewöhnliches Portrait vom Vater des Filmemachers, das auf drei Objekten basiert, die der Vater ihm kurz vor seinem Tod zeigte.

Sharaf
(Schweden, 2012, 13 min., Regie: Hanna Heilborn, David Aronowitsch)
“Das Boot war wie eine kleine Nussschale zwischen den meterhohen Wellen. Wir trieben dahin ohne Essen und ohne Trinkwasser.” Sharaf, 17, ist einer von Tausenden Flüchtlingen, die in den letzten Jahren mit dem Boot nach Gran Canaria kamen.

Buffalo Death Mask
(Kanada, 2013, 23 min., Regie: Mike Hoolboom)
Leben und Tod vor dem Cocktail.

Ziegenort
(Polen, 2013, 19 min., Regie: Tomasz Popakul)
Der Fisch-Junge ist halb Junge, halb Fisch. Er lebt in einem scheinbar idyllischen Fischerdorf, wo sein Vater ihm beibringen will, ein Fischer zu werden. Die Zurückweisung, die er im Dorf erfährt, beeinflusst seine Selbstwahrnehmung.

19. März, 18.00 Uhr
Artist Film and Video 2013

Toxic Camera
(Ukraine, Großbritannien, 2012, 21 min., Regie: Jane Wilson, Louise Wilson)
Eine cineastische Reflektion einer Katastrophe, inspiriert von dem Film „Tschernobyl: Eine Chronik schwieriger Wochen“ des Filmemachers Vladimir Schevtschenko. Im Laufe der Arbeit an dem Film realisierte er, dass die Strahlung selbst auf dem Filmmaterial „sichtbar“ wurde.

Off-White Tulips
(Türkei, Deutschland, 2013, 24 min., Regie: Aykan Safoglu)
Den verlängerten Aufenthalt von James Baldwin in Istanbul fokussierend, lotet der Film die Grenzen einer Autobiografie aus und greift dabei auf Materialien wie die Photographien von Sedat Pakay zurück.

Nation Estate

(Dänemark, Palästinensische Gebiete, 2012, 9 min., Regie: Larissa Sansour, Søren Lind)
Eine filmische, futuristische Herangehensweise an eine vertikale Lösung für die palästinensische Nationsbildung: ein mächtiges Hochhaus, das die gesamte palästinensische Bevölkerung beherbergt – die dann tatsächlich ein Leben auf Wolken führen.

Museum of Imagination
(Indien, 2012, 20 min., Regie: Amit Dutta)
2011 bis 2012 nahm der Filmemacher über eine längere Zeitspanne einige Gespräche mit Prof. B.N. Goswamy, einem bedeutenden Kunsthistoriker Indiens, über dessen gesamtes Werk auf. Ihre Gespräche sind von gelegentlichem Schweigen durchzogen. Der Film nimmt einige dieser Momente des Schweigens als Ausgangpunkt und verwebt sie zu einem Netz von Ideen und Bildern, die die Gedankenlandschaften des Kunsthistorikers füllen.

Journal
(Belgien, 2013, 16 min., Regie: Sirah Foighel Brutmann, Eitan Efrat)
Basierend auf einer Reihe von Photographien, die von offiziellen Besuchern des Yad Vashem gemacht wurden, hinterfragt „Journal“ die Produktion von Erzählungen und ihren Dimensionen: historisch, chronologisch, institutional, visuell, zeit-basiert, persönlich und die Erzählung des Abwesenden.

Alle Filme werden in der Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

Weitere Information:

http://www.kurzfilmtage.de/en/distribution/programme.html

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